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Drensteinfurt und die IstaG Juni 2024 – Drensteinfurt.peus.info

Drensteinfurt und die IstaG Juni 2024

18.06.2024
Drensteinfurt. Die westfälischen Nachrichten berichten über den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt der Stadt Drensteinfurt, in dem am Montag, den 17. Juni 2024, nach längerer Diskussion die Entscheidung, sich dem Projekt einer interkommunalen Wohnungsbaugenossenschaft namens IstaG anzuschließen, getroffen wurde. Sechs andere Kommunen aus der Stadtregion Münster hatten bereits zuvor zugestimmt. Altenberge, Everswinkel, Havixbeck, Sendenhorst, Telgte und Warendorf hatten grünes Licht gegeben, während Senden und Ostbevern sich zurückgezogen hatten. Drensteinfurt bildete damit den vorerst letzten offenen Punkt, bevor der Gründungsprozess weitergehen und Fördermittel beim Land beantragt werden konnten.



Der Anteil an gefördertem Wohnungsbau liegt in Drensteinfurt bei lediglich 0,9 Prozent bezogen auf den gesamten Wohnungsbestand. Diese Zahl unterstreicht die Position der Stadt in der regionalen Vergleichsübersicht. Das Vorhaben IstaG zielt darauf ab, den sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau in den beteiligten Kommunen gemeinsam voranzutreiben. In der Sitzung des Ausschusses wurden die Vorteile eines solchen Zusammenschlusses durch Bauamtsleiter Christoph Britten dargelegt. Dennoch blieben bei Teilen der Fraktionen Zweifel bestehen.



Vertreter der CDU und der Grünen äußerten Bedenken hinsichtlich der Konkretisierung des Projekts, der Kosten und der Risiken. Offene Punkte waren unter anderem die Verteilung des finanziellen Risikos, die Verfügbarkeit von Fachpersonal für die neue Genossenschaft, der Umfang an einzubringenden Grundstücken oder Eigenkapital sowie die Vereinbarkeit mit dem städtischen Haushalt. Bürgermeister Carsten Grawunder wies darauf hin, dass viele Details erst in späteren Planungsschritten geklärt werden könnten. Er betonte die Unterstützung des Modells durch Landes- und Bundesbauministerium sowie den Kreis-Kämmerer und sprach von einer Chance, die man nicht leichtfertig vergeben sollte. Jeder Quadratmeter Wohnraum werde benötigt.



Die CDU brachte einen eigenen Vorschlag ein, wonach die Verwaltung stattdessen Kontakte zu bestehenden Wohnungsbaugesellschaften aufnehmen und Kooperationen prüfen sollte. Dieser Weg war bereits von der Gemeinde Senden gewählt worden. Dennoch setzte sich in der Debatte die Ansicht durch, dass ein Einstieg in die IstaG-Planungsphase nicht ausschließe, später wieder auszusteigen, falls sich zu viele Unklarheiten ergeben. Das finanzielle Risiko für die Vorbereitungsphase wurde mit rund 22.000 Euro als überschaubar eingestuft.



SPD-Vertreter Martin Niesmann plädierte dafür, den Prozess nicht vorzeitig abzubrechen, da man sich noch in einer frühen Phase befinde. Ein Ausstieg bleibe jederzeit möglich. Andreas Kurzhals von der FDP unterstützte den Einstieg mit ähnlicher Begründung. Schließlich einigte man sich auf einen Kompromiss: Die Stadt beteiligt sich vorerst an IstaG, während parallel Alternativen zu etablierten Gesellschaften geprüft werden. Dieser Vorschlag erhielt eine Mehrheit, bei drei Gegenstimmen der Grünen. Thomas Hunsteger von der CDU erklärte, man wolle nicht als Spielverderber dastehen.



Seit der Entscheidung im Juni 2024 hat sich das Projekt weiterentwickelt. Bis Mitte 2025 erhielten die beteiligten Kommunen Förderzusagen vom Land NRW in Höhe von 350.000 Euro für das IstaG-Modell. In Drensteinfurt und weiteren Orten fielen in diesem Zeitraum weitere Beschlüsse, die den Weg zur Gründung lokaler Wohnungsbaugesellschaften und der übergeordneten Genossenschaft ebneten. Sieben Kommunen – darunter Drensteinfurt – haben mittlerweile gleichlautende Entscheidungen getroffen. Das Vorhaben bleibt auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in kommunaler Hand ausgerichtet und wird als innovativer Ansatz in der Region betrachtet. Die genaue Ausgestaltung der Genossenschaft und der Beitrag jeder Kommune werden in den kommenden Schritten weiter konkretisiert.



www.wn.de öffnen (externer Link, Gültig am 16.02.2026)

 Eigenbericht

 Quelle 22

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